Stress – Was ist das eigentlich?

Unter Stress versteht man alle körperlichen, psychischen und geistigen Reaktionen eines Lebewesens, auf Gefahr und erhöhte Anforderungen, wie zum Beispiel Hitze, Lärm, Toxine oder starke Emotionen. Nicht die Belastung an sich gilt demnach als Stress sondern die Reaktion des Organismus darauf.

Grundsätzlich kann jeder Körper mit Stress umgehen. Dieser gehört schlicht und einfach zum Dasein dazu, sichert das Überleben und befähigt uns zu Höchstleistungen.

Das Reiz-Ereignis bezeichnen wir als Stressor. Entscheidend für die Stressreaktion ist, wie der Mensch den Stressor bewertet. Dabei spielen persönliche Einstellungen, Erwartungen und Erfahrungen ebenso wie die damit verbundenen Emotionen und die physische Ausgangssituation eine wichtige Rolle. Eine Person mag Hitze als unangenehm empfinden für eine andere sind die  gleichen Temperaturen der reinste Genuss. Diese Bewertung eines Stressfaktors kann sogar für ein und dieselbe Person  variieren. Noch einmal das Beispiel Hitze: In der Sauna ist sie angenehm entspannend, im Auto zum aus der Haut fahren.

Bewertet das Individuum den Stressor positiv oder verbindet damit sogar Glücksmomente, dann sprechen wir von Eu-Stress. Di-Stress dagegen geht mit einer negativen Bewertung einher und wird als unangenehm, bedrohlich und überfordernd empfunden. Er entsteht, wenn ein Stressor häufig auftritt oder dem Menschen keine Bewältigungsstrategien zur Verfügung stehen. So wird der Stress-Begriff im täglichen Sprachgebrauch dann auch verwendet: Gestresst ist, wer sich belastet und überlastet fühlt.

An dieser Stelle ist der Übergang zu Dauerstress fließend. Dauerstress bedeutet, dass das eigentlich zeitlich begrenzte Notfallprogramm „Stressreaktion“ zur schädlichen Daueranspannung wird, mit der der Körper nicht mehr adäquat umgehen kann. Er führt zum Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems, so dass der Organismus ist in diesem Zustand auf Daueraktivität gepolt ist – das physiologische Gleichgewicht und die Regenerationsmechanismen sind dabei massiv gestört.

Burnout  ist eine der möglichen Folgeerkrankungen. Er ist gekennzeichnet von einem Zustand deutlicher physischer, psychischer und/oder emotionalen Erschöpfung. Das Syndrom zeigt verschiedenste Symptome, die nicht nur vorübergehend oder nach einer entsprechenden Belastung auftreten. Deren Ausprägung kann je nach Krankheitsstadium und persönlicher Verfassung individuell variieren.

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