Innerer Kritiker – 3 Ideen, wie du ihm den Wind aus den Segeln nimmst

Er versprüht sein Gift sobald wir aufwachen und begleitet uns treu durch den Tag. Währenddessen kostet uns der innere Kritiker mit seinen Angriffen und Sticheleien unglaublich viel Kraft und Zeit. Ressourcen, die uns fehlen, wenn wir uns erholen, kreativ sein und unsere Beziehungen gestalten wollen.

Doch nichts blockiert unseren inneren Kritiker so sehr, wie ein liebevoller Umgang mit uns selbst und anderen. Das können wir nutzen, um ihn zu besänftigen.

#1 Denk dir schöne Geschichten über Menschen aus, die dir begegnen 

Das ist eine wunderbare Übung für volle Bahnen, lange Warteschlangen und rote Ampeln. Schau dir die Menschen um dich herum an. Anstatt dich über deren Gesichtsausdruck, etc. zu ärgern, denkst du dir positive Geschichten über sie aus.

Woher kommen sie gerade? Wohin gehen sie? Worauf/worüber freuen sie sich? So wird der ältere Herr mit der Plastiktüte, zu einem Mann, der sich auf die leckere Brotzeit zu Hause freut, die er gerade eingekauft hat.

Du wirst sehen, wie viel Spaß es macht, sich ganz einfache (oder vielleicht auch recht phantasievolle) Sachen auszudenken. Die Geschichten müssen nur ein Kriterium erfüllen: Sie müssen positiv sein. Ob sie stimmen oder nicht, ist völlig egal.

Wenn dir zu einer Person nichts Nettes einfällt, suche dir jemand anderes aus – denn manche Menschen erzeugen bei einem einfach ein blödes Gefühl.

Sollte sich bei dieser Übung dein innerer Kritiker melden, denk dir einfach was Nettes über ihn aus. Vielleicht: Was möchte er mir Gutes tun? Worüber würde er sich freuen?

#2 Freu dich bewusst für andere

Wenn es jemand anderem gut geht, kannst du neidisch sein oder dich für sie/ihn freuen. Sich mit-zu-freuen ist die wesentlich bessere Wahl. Denn je freundlicher du andere Menschen siehst, desto weniger Angst wirst davor haben, dass etwas schief läuft. Je weniger Angst du hast, desto weniger Futter bekommt dein innerer Kritiker für seine Bedenken.

Sich für andere zu freuen, ist reine Übungssache. Fang am besten mit Menschen an, die du gerne magst und denen du Erfolg und Glück gönnen kannst. Etwas fortgeschrittener ist es, sich Menschen zuzuwenden, die du nicht kennst.

#3 Sei nett zu dir selbst

Warst du in einer schwierigen Situation schon einmal freundlich und nett zu dir selbst? Damit meine ich nicht, dass du mit einer Tafel Schokolade in Selbstmitleid zerfließt sondern dich wirklich und tatsächlich freundlich aufmunterst und tröstest.

Das Schöne daran ist, dass du dann nur den tatsächlichen Schmerz erleidest und nicht noch zusätzlich Selbstvorwürfe oben drauf packst. So kannst du viel konstruktiver mit den gegebenen Umständen umgehen und schneller eine Lösung finden.

Wenn sich dein innerer Kritiker meldet, nimm ihn wohlwollend zur Kenntnis. Bedanke dich von Herzen für seine Fürsorge. Vielleicht notierst du seine Bedenken – vorausgesetzt sie sind sachlich. Alles was dich verurteilt oder unfreundlich ist, hat in einer Krisensituation nichts verloren.

Das gleiche gilt übrigens auch für entspannte und glückliche Momente.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass uns der innere Kritiker bei Veränderungsprozessen im Weg steht. Seine nörgelnden Hinweise hinsichtlich unserer Schwächen führen nur dazu, dass sich diese weiter verfestigen. Wenn du aus deinen Fehlern also wirklich lernen willst, bringt dich eine freundlich akzeptierende und mitfühlende Grundhaltung schneller voran.

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